Ethik des interkulturellen Zusammenlebens
Wir Nachbarn der Muslime – das Heinrich Pesch Haus im interreligiösen Dialog
„Die Glaubenden müssen den Menschen wie Schicksalsgefährten verbunden sein wollen.“ (Madeleine Delbrel)
Aus dem eigenen Glauben heraus in Verbundenheit mit den Menschen anderen Glaubens leben, ihre Eigenart fragend und respektvoll zu entdecken, den christlichen Glauben im Dialog verständlich auszudrücken und gemeinsam gesellschaftliche und soziale Aufgaben in den Blick zu nehmen ist das Anliegen des interreligiösen Dialogs im Heinrich Pesch Haus.
Die Offenheit gegenüber der anderen Religion begründet sich dabei nicht (allein) in gesellschaftlicher Nützlichkeit oder gar dem Entgegenkommen der anderen Seite, sondern im Standpunkt des eigenen Glaubens. Die wichtigste weltweite Versammlung des Jesuitenordens formulierte 1994:“Die Gläubigen der anderen Religionen haben uns geholfen, die Vielzahl der Religionen zu achten als die menschliche Antwort auf Gottes Handeln in den Völkern und Kulturen.“ Und sie forderte unmissverständlich: „Kein Dienst am Glauben ohne Förderung der Gerechtigkeit, Eintritt in die Kulturen, Offenheit für andere religiösen Erfahrungen.“
Im Geiste dieser Aufgabe führen wir im HPH den Dialog:
- Durch die Kontaktpflege zu Gemeinden und Vereinen anderen, vor allem muslimischen Glaubens in Ludwigshafen;
- Durch eine seriöse Information über die anderen Religionen, die die Perspektive des anderen Gläubigen ernst nimmt und zu Wort kommen lässt;
- Durch gemeinsame Veranstaltungen, zum Beispiel den christlich-muslimischen Gesprächskreis, in dem sich die Gläubigen begegnen.
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