Erzählwerkstatt im HPH
Das Erzählen von Geschichten war schon immer Bestandteil des Alltags. Heute aber ist es eine Kunst, die es wieder neu zu entdecken gilt.
„Eines Tages …“ – ist eine Formel des Erzählens, mit der die Menschen aufmerksam werden und sich zum Zuhören „angezogen“ fühlen. Ob jung oder alt, Geschichten lauschen zieht Menschen in den Bann. Die Faszination, die beim Erzählen entstehen kann, resultiert aus einem einzigartigen Moment, in dem die Zuhörenden in eine Welt von faszinierenden Bildern eintauchen, die im Kopf entstehen und zu den Herzen sprechen.
Das erzählte Geschehen spielt sich nicht nur vor Augen, sondern auch in der Imagination der zuhörenden Person ab. Das Erzählen vermittelt zwischen Ereignis und Zuhörenden, die betrachtend, distanziert oder emotional beteiligt einem vergangenen Geschehen folgen können in Verbindung mit der Wirklichkeit und der Welt der Fantasie – vermittelt nicht durch ein technisch reproduzierendes Medium, sondern einem unmittelbar zugewandten Menschen. So entdecken Erzähler/in und Zuhörer/in gemeinsam das Lebens- und Werteangebot, das im Gedächtnis so vieler Geschichten unterschiedlicher Kulturen und Religionen gespeichert ist.
Geschichten bauen Brücken zwischen verschiedenen Kulturen: so lernen Menschen, sich selbst und andere besser zu verstehen.
Die Erzählwerkstatt im HPH bietet zahlreiche Erzählfortbildungen an. Sie vermitteln Kompetenzen wie die richtige Auswahl von Geschichten, das Aufbereiten dieser Geschichten für das mündliche Erzählen sowie das freie Erzählen unter Einsatz von Gestik, Mimik und Mitmachelementen.
Durch das Projekt „Erzählwerkstatt“ ist diese Kunst in der Region wieder bekannt geworden. Unsere Fortbildungen wollen diesen positiven Trend verstärken.
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